Die Treidler


Über uns

Hier finden Sie Wissenswertes über unseren Verein und die Menschen, 
die seine Geschicke lenken.

 

Kunstverein Frankenthal besucht den Kunstverein Strausberg - Ausflug nach Buckow (von links: Vorsitzende Alis Hoppenrath, Thomas Hoppenrath; der Strausberger Vorsitzende Roger Heinisch, Renate Heinisch; Juni 2013)

 

 

 

                                                                                                                                                           (von links: Vorsitzende Alis Hoppenrath, Thomas Hoppenrath; der Strausberger Vorsitzende Roger Heinisch, Renate Heinisch; Juni 2013)

 

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Gründungsmitglied Verena Schubert-Andres 

 

Dezember 2012 anlässlich der Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen des Vereins

 

 

TREIDLER-Mitglieder betrachten in St. Petersburg das berühmte Gemälde "Die Wolga-Treidler" von Ilja Repin

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Unten ein Blick in die Mitgliederversammlung 2009, in deren Rahmen Schatzmeister Jürgen Schatz zum Jubiläumsgeburtstag mit einem "Schatzkästlein" voller Original-Künstler-Glückwunschkarten geehrt wurde.

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30 Jahre DIE TREIDLER

Rede zur Eröffnung der Ausstellung im Treidler-Gewölbe am 1. Dez.2002

von Clemens Jöckle

 Die Rede enthält verschiedene Betrachtungen zum Thema "Treideln"

 

„Ein Schiff im Schlepptau gegen den Strom ziehen, meint Treideln und in dieser Tätigkeit liegt auch eine Aussage für das Selbstverständnis des 30 Jahre alten Kunstvereins „Die Treidler“ in Frankenthal. Und beharrlich gegen den Strom treideln etliche der Kunstvereinsmitglieder und Gäste das Vereinschiff auf ihre Weise. Der sprachliche und der bildnerische Gebrauch der Schiffsmetapher wendet sich immer ausschließlich an Menschen, die in eine besondere gesellschaftlichen Position stehen und aus dieser Position heraus beurteilen müssen. Da ist dann … von der Regierung im Katastrophenschiff die Rede und im Bild des Wracks scheint das Scheitern menschlicher Hoffnungen auf. Das Schiff wird gerne von Künstlergruppen als Ausdruck von gemeinschaftlich erlebter Krise verwendet, sei es daß sie das Schiff ihrer Künstlergruppe dümpelnd und träge auf einer Sandbank liegend wähnen, sei es, daß ihr Schiff in heftige Turbulenzen geraten ist und eines tüchtigen Steuermanns bedarf, um die schlingernde Ladung wieder auf Kurs zu bringen, sei es daß zu viele Steuermänner und zu wenig Ruderer an Bord des Vereins angeheuert haben. Oder man für die Präsentationen keinen Hafenplatz zum andocken findet.                              

Auf dem Foto betrachten der ehemalige Stadtwerke-Geschäftsführer

Gerald Bürkle und die Vorsitzende das "Kulturschiff Frankenthal" von Adam Tumele

Treidler30_klein                                                                       

 

… nur ein gegen den Strom gezogenes Schiff erzeugt die notwendigen Reibungsflächen, die an den Händen der Treidler Schwielen hinterlassen und wenigstens schmale Kielwasser hinter dem langsam beharrlichen Schiffszug … Wellen soll das Schiff schlagen, das wünscht man sich gleichsam als Lohn der Künstlermühe und den schulterklopfenden Hinweis als Bestätigung der Künstlerseele. Und ein Glas Wein für den unausbleiblichen Durst.

 

Ich bedauere es, die Treidler im Kellergewölbe oder ihrem runden Schiffsbauch mit ihrer Fracht vorzustellen und nicht im Dezemberwind ausgesetzt der künstlerischen Wirklichkeit. Es wurde kein Gruppenschiff gebaut, nicht einmal eine kleine Arche Noah. Wahrscheinlich ist es auch gut so, denn sie müßten sie vermutlich selbst den Berg Arrarat hochziehen, weil die dazu notwendige Flut fehlt und damit das Handbreit Wasser unterm Kiel.

 

Was solls, hier unten steht das Schiff, ihr Modell Frankenthaler Befindlichkeit von Adam Tumele, der die Sieben Zwerge- Mentalität als deutsche Kulturleistung definiert in einem Kulturschiff aus Holz, bewegungsunfähig auf spiegelglatter Fläche - wie das Kulturschiff aus Gips, das in seinem Anspruch so hoch aufgehängt ist, daß es zur Schiffsschaukel geworden ist und immer sich selbst bespiegelnd verharrt zwischen Wolkenkuckucksheim und entleertem Nirwana.

 

Die Fracht, die das Schiff birgt, ist vielfältig. Gehen wir die Frachtpapiere durch - das Gepäck erweist sich als ein buntes Kaleidoskop der heimatlosen Künstler auf den Überfahrten. Sortieren wir sie alphabetisch. .... Peter Biskup zeigt Mozart als Don Giovanni. Er illustriert die erste Szene, als Don Giovanni den Komtur mit einem Degen ins Jenseits befördert. Die liniengraphische Schraffur und ein rätselhafter Text geraten zur Spiegelung der eigenen Selbstbefindlichkeit, projiziert auf Mozart, den Biskup als Beinaheschwiegervater anspricht und so ein Stück Künstleridentifikation wagt. Ursula Faber  zertrümmert eine vorhandene zentralperspektivische Räumlichkeit, wobei sie sowohl Formtrümmer zu einem Hinterkopf zusammenfügt als auch zerrissene Flächenformen als Fragmente in zellularen Strukturen widerstrebend vernetzt, ohne daß irgend eine Ordnung im Chaos vor dem schwarzen Bildrahmen in apokalyptischer Düsternis erkennbar würde. Adelheid Heinrich benutzt ihre raumgreifende farbgestische Bewegung, um collagenartig unterschiedliche Bildzusammenhänge dennoch in angedeuteter Zeichenhaftigkeit als reduzierte Figuration, die sich von unten ins Bild schiebt, zu montieren. Ulf Huppertz hat zwei porzellanerne Schifflein mitgebracht, und in die strengen Formen Blumen und eine Pflanze hineingesetzt, wohl eine Ironisierung des Kunstgewerblichen. ….. Karin Marks hat in Istanbul photographiert und als weitere Bedeutungsebenen aus der Mikrowelt biologische Strukturen zur pflanzlichen Stilisierung auf den frühchristlichen und byzantinischen Marmorkapitellfragmenten ihren friesartigen Kompositionen hinzugefügt. Was dort stilisiert ist, wird als pars pro toto zum Gedankenfries. ….. Richard Sonne wählt Fundstücke, meist zum Tableau zusammengefügte unterschiedlich lange Holzbretter und versieht sie mit in Eitempera aufgetragenen Zeichen, die sich zu letztlich undeutbaren Klassement verdichten. Da taucht die Lebensklimax auf, zumindest ein gerüstartiges Element, Kreuze in schwarz, blau und und rot, sowie eine Halbe Doppelellipse. Soll hierin Tod, Leben, Leiden und durch die Halbe Acht Endlichkeit statt Unendlichkeit ausgesagt werden? Dies fragen wir uns, die Sonne in der Signatur wird’s ans Licht bringen müssen. Rainer Stocké wählte das Thema der Vergänglichkeit in einer aus dem Repertoire von Surrealismus und Phantastischer Kunst bekannten Zeichenhaftigkeit, wie das untergehende Venedig, die welke Sonnenblume, die knöcherne Todeshand, der zerbrochene Schlüsse, die aufgerissene Eisscholle und eben der Schmetterling als Metapher der Seele…..

 

Doch gibt es noch einen weiteren Stapelplatz für Kunstwerke der Treidler im oberen Foyer des Rathauses. Die Frachtpapiere sind gelesen, das war die getreidelte Last des Schiffes. Mehr kann man als Resümee des Vielfältigen nicht sagen. …..“

 

Diese Ausstellung fand, in Anlehnung an die drei Dekaden des Bestehens des Vereins, an drei verschiedenen Orten statt: außer im Treidler-Gewölbe in der Mörscher Straße 1, wo zusätzlich zu den oben besprochenen Künstlern auch noch Arbeiten der Gäste Jeoen Bechtold, Thomas P. Kausel, Mariano Rubio Martinez und Hedda Wilms zu sehen waren, wurden Werke von Treidler-Künstlern im Rathaus und Arbeiten bereits verstorbener ehemaliger Treidler-Künstler im Foyer des Theaters Alte Werkstatt präsentiert.

Ottenere la mia serie di video gratuito e imparare il tuo ex lasciarsi andare, essere fiduciosi e si dispone di una vita felice, anche senza un partner per costruire. Il mio elettiva anno -Pneumologie a Penrith, in Australia: